Drucken

Echt oder Irrtum ?

Die aktuelle Einsatzstatistik weist bei den Täuschungsalarmen keine Veränderung seitens dem Vorjahr auf. Im Schnitt sind 75% der Brandeinsätze im Tourismusgebiet Lutzmannsburg ein sogenannter Täuschungsalarm.
 

Doch was ist eigentlich ein Täuschungsalarm?
Ein Täuschungsalarm ist eine irrtümliche oder missbräuchliche Alarmierung der Feuerwehr, die zu keinem oder einem unnötigen Einsatz, einem so genannten Fehleinsatz führt. Ebenfalls gebräuchlich ist Falschalarm, den die Feuerwehr trotz der Häufung ernst nimmt.

Bei einer Brandalarmauslösung einer Brandmeldezentrale (BMA) in einem Gewerbebetrieb (Hotel, Therme oder Firmenbetrieb) löst ein gesetzlich vorgeschriebener Brandmelder einen durch Rauch ausgelösten Alarm aus. Daraufhin wird über ein eigenes Telefonnetz eine Schnittstelle zur Feuerwehralarmzentrale (FAZ) nach Eisenstadt hergestellt. Die Mitarbeiter der FAZ alarmieren nach festgelegten Alarmplan die zuständige Feuerwehr, welche mit Sirene zum Einsatz gerufen wird. Meist wird von den ausrückenden Kameraden ein Täuschungsalarm im Einsatzobjekt lokalisiert. Die Einsatzleitung vor Ort meldet dies an die FAZ und stellt über ein eigenes Feuerwehrbedienfeld der BMA den Brandalarm zurück. 

Ein Täuschungsalarm kann folgendermaßen klassifiziert werden:

  1. Fehlalarm: Der Brandmelder ist defekt oder wurde z. B. durch elektromagnetische Felder gestört.
  2. Böswilliger Alarm: Aufgrund einer absichtlichen Einwirkung ohne tatsächliches Erfordernis wurde ein Alarm ausgelöst, zum Beispiel an einem Druckknopfmelder oder durch Haarspray, aber auch über die Notrufleitung 122.
  3. Täuschungsalarm: Der Brandmelder bzw. die Brandmeldeanlage wurde durch Effekte getäuscht, die einer realen Gefahr ähnlich sind, wie Zigarettenrauch, Schweißen oder Küchendämpfe. Hiervon abzugrenzen ist der Fehleinsatz, eine Alarmierung aufgrund einer falschen Wahrnehmung.

Das nicht jeder BMA Alarm als Täuschungsalarm eingestuft werden kann, zeigen die Brände im

  • Thermenhotel Kurz (1999) - Kellerbrand
  • Thermenhotel Kurz (2007) - Brand bei der Bowlingbahn
  • Thermenhotel Sonnenpark (2009) - Brand am Dach
  • Sonnentherme Lutzmannsburg (2010) - Kellerbrand

Durch das schnelle alarmieren der Brandmelder wurden keine Menschen verletzt und ein größerer Sachschaden konnte durch die Feuerwehr verhindert werden!